
Kathleen Bredenbeck arbeitet im Feld von Körper, Wahrnehmung und Beziehung. Ihre Praxis bewegt sich zwischen Regie, Textarbeit, Musik, Performance und somatischer Forschung.
Bereits vor ihrem Regiestudium schrieb und inszenierte sie am freien Theater- und Konzeptionskunsthaus „Kramanoia“. Dort entstand unter anderem die Arbeit Der einsame Hering in Zusammenarbeit mit Sebastian Zimmler. Parallel entwickelte sie eigene Poesie und Theatertexte.
Sie studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Während des Studiums vertiefte sich ihr Interesse an der Geschwindigkeit von Veränderung durch den Körper – daran, wie sich innere Prozesse unmittelbar in Haltung, Präsenz und räumliche Dynamik übersetzen.
Als Regisseurin realisierte sie Inszenierungen unter anderem am Schauspiel Düsseldorf, beim Festival de Liège sowie am Jungen Theater Leipzig.
Von 2010 bis 2013 arbeitete sie im Performance-Duo mit Lidia Cangiano. Im Zentrum dieser Zusammenarbeit standen Selbsterfahrung, die bewusste Konfrontation mit Ängsten sowie die Begegnung mit den eigenen Grenzen. Die Arbeiten verstanden Performance als Erfahrungsraum – als Möglichkeit, sich selbst im öffentlichen Moment neu zu begegnen.
Von 2014 bis 2023 setzte sie ihre performative Zusammenarbeit mit Thomas Harzem fort und entwickelte prozessorientierte, partizipative Formate im Spannungsfeld von Präsenz, in darstellender und bildender Kunst in der Theaterbase der Blauen Moschée Kuhlhausen.
Neben ihrer Theaterarbeit war sie als Musikerin tätig: Sie spielte Trompete und Gitarre und sang in verschiedenen Musikprojekten, darunter Schwarze Haarzunge und Chatel Morel.
Ihre künstlerische Arbeit ist eng mit kollektiven und vereinsgetragenen Strukturen verbunden. In verschiedenen Projekten engagierte sie sich in Konzeption, Organisation und Umsetzung freier Formate und übernahm Verantwortung in der Vorstandsarbeit. Dabei interessiert sie, wie künstlerische Prozesse und gemeinschaftliche Strukturen einander bedingen und neue Räume für Zusammenarbeit entstehen.
Seit 2021 ist sie ausgebildete Practitioner des Pantarei Approach. Ihre heutige Praxis versteht sie als fortlaufende Forschung an verkörperter Wahrnehmung, Regulation und relationaler Dynamik.
Kathleen Bredenbeck lebt und arbeitet zwischen Berlin und Potsdam.